Manche Menschen bringen aus ihrem Sommerurlaub Sand mit. Dann stehen zuhause im Regal kleine Fläschchen, die zeigen, wie viele unterschiedliche Farben Sand haben kann. Andere kaufen Postkarten oder getöpferte Gefäße. Ich bringe – Überraschung – Worte mit. Aus meinem diesjährigen Sommerurlaub habe ich das Wort „Sondersauberkeit des Strandes“ mitgebracht.

Gerade jetzt, wo die Tage kürzer und die Nächste kühler werden, denke ich gerne an dieses Schild, das neben der Strandbar am Zaun hing. Ich war mit meiner Familie auf einem Campingplatz in der Nähe von Grosseto in der Toskana am Meer. So gegen fünf Uhr nachmittags, wenn die tiefstehende Sonne schon das Meer golden tupfte, gingen wir ein paar hundert Meter am Strand entlang zur Bar. Und dort war dieses großartige Schild. Ob der Google-Translator daran Schuld ist oder jemand ein Wörterbuch zur Hilfe genommen hat, weiß ich nicht. Das Wort, die „Sondersauberkeit des Strandes“ ist eine wundervolle Erfindung, es klingt ja schon so herrlich deutsch. Und dann noch die „mechanischen Mittel“ am Text Das ist übrigens ein Traktor, der frühmorgens zwei Mal die Woche einen Rechen durch den Strand zieht. So wird Tang aufgesammelt, Burgen eingeebnet und eben alles schön ordentlich gemacht. Es ist ohrenbetäubend laut, dieses „mechanische Mittel“.

Das Wort „Sondersauberkeit“ ist in unseren familiären Wortschatz eingezogen. Wenn die Kinder ihre Zimmer aufräumen sollen, ist schon mal von der Sondersauberkeit die Rede. Meist schauen wir uns an, lachen und ich habe spontan Lust auf einen gekühlten, italienischen Weißwein. Haben Sie auch Wörter aus Ihrem Urlaub mitgebracht? Wenn ja, schreiben Sie es mir doch.